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Produkt 📅 06.09.2026 👤 Mailtory Team ⏱ 3 Min. Lesezeit

Warum Systory keine iOS-App bekommt

Warum Systory keine iOS-App bekommt

Wer die Systory App sucht, findet sie als APK-Download und für den Browser, aber nicht im Apple App Store. Das ist keine Prioritätenfrage, die wir irgendwann nachholen. Es ist eine bewusste Entscheidung, und wir wollen offen erklären, warum.

Es geht nicht um Apple-Geräte, es geht um Apples Entwicklerbedingungen

Wir haben nichts gegen iPhones oder iPads, viele im Team nutzen sie selbst privat. Der Punkt ist ausschließlich: Wir wollen keine Software für Apples App-Store-Ökosystem entwickeln müssen. Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge, und dieser Unterschied ist uns wichtig.

Die Gründe im Einzelnen

  • Die Kosten: Apples Provision auf Umsätze über den App Store liegt bei bis zu 30 %. Für ein Produkt, das sich über faire, planbare Vereinspreise finanziert, ist das ein Aufschlag, den am Ende wieder die Vereine tragen würden.
  • Das jährliche Entwicklerprogramm: Ohne laufende Mitgliedschaft im Apple Developer Program (derzeit 99 US-Dollar pro Jahr) verschwindet eine App ersatzlos aus dem Store, unabhängig davon, wie viele Menschen sie nutzen. Das ist ein Abhängigkeitsverhältnis, das wir uns nicht einkaufen wollen.
  • Der undurchsichtige Review-Prozess: Ob und wann ein App-Update freigegeben wird, entscheidet eine App-Store-Prüfung nach Kriterien, die sich immer wieder ändern und selten vollständig nachvollziehbar sind. Ein wichtiger Bugfix kann so tagelang hängen, während wir bei Android und im Web sofort ausliefern können.
  • Erzwungene Vorgaben statt eigener Entscheidung: Vorgaben wie verpflichtende Apple-eigene Zahlungsabwicklung für bestimmte In-App-Funktionen oder verpflichtender „Sign in with Apple" schränken ein, wie wir unser eigenes Produkt gestalten dürfen. Bei Android und im Browser entscheiden wir das selbst.
  • Komplizierte, sich ändernde Regularien: Zertifikate, Provisioning-Profile, wechselnde Store-Richtlinien, das bindet Entwicklungszeit, die bei einem kleinen Team direkt an anderer Stelle fehlt, etwa beim Ausbau von Sicherheitsfunktionen wie der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Android lässt uns die App direkt als APK verteilen, ganz ohne Store-Zwischenhändler, ohne Provision, ohne Wartezeit auf eine Freigabe. Das passt einfach besser zu einem Produkt, das transparent und planbar bleiben soll.

Was das für euch als Verein bedeutet

Auf dem iPhone oder iPad verliert ihr keine Funktion: Systory läuft vollständig im Browser, Tickets, Mitgliederverwaltung, Mailboxen, Direktnachrichten, alles erreichbar über www.systory.de. Das Web-Dashboard bekommt genau dieselben Features wie die Android-App, oft sogar zuerst, siehe zum Beispiel die Gruppenchats in Chattory, die zuerst im Web fertig wurden. Wer möchte, kann sich die Seite über „Zum Home-Bildschirm hinzufügen" wie eine App aufs iPhone legen.

Dieselbe Entscheidung gilt für unseren Dokumente-Safe-Client: Den gibt es als Desktop-Programm für Linux und Windows, ebenfalls direkt zum Download statt über einen App Store, aber bewusst nicht für iPhone/iPad. Auch hier funktioniert der Dokumente-Safe vollständig im Browser, eine eigene App ist also auch dort nicht nötig, um den Safe zu nutzen.

Sollte sich an Apples Bedingungen grundlegend etwas ändern, zum Beispiel durch regulatorischen Druck wie den Digital Markets Act in der EU, schauen wir uns das erneut an. Bis dahin bleibt es bei Android und Browser, dafür mit voller Kontrolle über Kosten, Tempo und Datenschutz.

Mehr zu Chattory und dem Stand der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung →

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